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Tetanus / Wundstarrkrampf
Tetanus / Wundstarrkrampf

Die Tetanus (Aussprache: Tee-ta-nus, mit dem Ton auf Te)-Immunisierung, besser bekannt als "die Injektion gegen Straßenschmutz", ist eine der meist empfohlenen Injektionen für Reisende nach fernen Zielen. Fast jeder, der nach 1953 geboren ist, ist gegen Tetanus / Wundstarrkrampf immunisiert, nicht einmal, sondern bis einschließlich zum neunten Lebensjahr sechsmal. Dennoch ist es ratsam, bei Sportausübung eine Wiederholungsinjektion vorzunehmen, weil mit zunehmendem Alter die Abwehrkraft gegen Tetanus abnimmt.

Tetanus ist eine furchtbare Krankheit. Wenn eine Wunde mit der Tetanusbakterie (Straßenschmutz) infiziert wird, produziert diese einen Giftstoff. Das Gift bindet sich an die Nervenenden und verursacht andauernde Muskelkrämpfe. Oft beginnt es mit den Kiefermuskeln, daher der Laienausdruck "Kieferklemme". Die Verkrampfung der Muskeln kann so stark sein, dass Knochen brechen. Die Behandlung von Tetanuspatienten besteht in der Verabreichung muskelentspannender Medikamente und der Pflege in einer dunklen und geräuscharmen Umgebung. Jeder Reiz, also auch Licht und Geräusch, kann nämlich eine Verkrampfung verursachen. In extremen Fällen muss der Patient lahm gemacht werden, um die Verkrampfung der Muskeln zu bekämpfen. In derartigen Fällen muss künstlich beatmet werden.

Nicht nur Menschen, die Urlaubsreisen zu fernen Zielen machen, erhalten Tetanusinjektionen, sondern auch solche, die nur in Deutschland bleiben. Dies geschieht nach den alltäglichen großen und kleinen Verletzungen. Längst nicht immer sind es große und ernstliche, mit Straßenschmutz verunreinigte Verletzungen, die Tetanus hervorrufen. Sehr oft sind es gerade kleine Wunden, bei denen man nicht einmal daran denkt, eine Tetanusinjektion machen zu lassen! Auch geschieht die Verletzung oft zu Hause oder durch den Stich am Stachel einer Rose, einen tiefen Nadelstich oder einen Menschenbiss.

Impfstoff
Zur Verhütung von Tetanus gibt es zwei unterschiedliche Stoffe, die eingesetzt werden können. Der Impfstoff sorgt dafür, dass der Körper Abwehrstoffe gegen die Tetanusbakterie bildet. Es dauert einige Zeit, bevor die Abwehrstoffe erzeugt sind. Wenn eine unmittelbare Abwehr gegen eine mögliche Infektion notwendig ist, wie es bei Verletzungen der Fall ist, werden in einigen Fällen (siehe Schema) auch "Anti-Tetanus Immunglobuline" eingesetzt. Diese sind fix und fertige, unmittelbar wirksame, Abwehrstoffe gegen die Bakterie, die man ohne weiteres injizieren kann. Diese Abwehrstoffe werden aus dem Blut von Menschen hergestellt und heißen darum "Menschliche Anti Tetanus Immun Globuline" (M.A.T.I.G).

Tetanus kommt überall in der Welt vor, am meisten in Entwicklungsländern. Das ist ein wichtiger Grund, Menschen, die eine Fernreise machen wollen, zu empfehlen, sich gegen Tetanus impfen zu lassen. Die Weltgesundheitsorganisation rät zu regelmäßiger Impfung: einmal in 10 Jahren. Es besteht dann ständig ein ausreichender Schutz
gegen Tetanus.

Impfungsrichtlinie, letzte Impfung:
-- vor weniger als 5 Jahren: keine
-- vor 5 bis 10 Jahren: Impfstoff
-- vor mehr als 10 Jahren: Impfung + Anti Immunglobulin
-- niemals geimpft/unbekannt: vollständiges Schema

-- innerhalb 24 Stunden nach der Verletzung: Impfstoff + M.A.T.I.G
-- einen Monat nach der Verletzung: Impfstoff
-- sieben Monate nach der Verletzung: Impfstoff

Tetanus kommt nicht so oft vor, aber jeder Fall von Tetanus ist einer zu viel.

(Bearbeitung aus "EHBO Voorpost" 6/1999)