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Springerknie (jumpers' knee)
Springerknie (jumpers' knee)

Eine öfter vorkommende Verletzung bei Springern ist das sogenannte Springerknie (jumpers' knee). Der Streckmuskel des Knies (m. Quadriceps) läuft in einer Sehne aus, die über die Kniescheibe mit dem Unterschenkel verbunden ist. Infolge Überbelastung der Sehne entsteht ein Druckschmerz und eine Schwellung, meistens an der Unterseite der Kniescheibe. Zuweilen tritt der Schmerz an der Oberseite der Kniescheibe auf, an der Verbindungsstelle mit dem Unterschenkel. Die Schmerzbeschwerden beginnen mit lästigen Schmerzen beim Beginn des Aufwärmens oder (am Morgen) nach dem Sport. Wenn hiermit weitertrainiert wird, können langwierige Schmerzbeschwerden entstehen, die nicht mehr während des Aufwärmens vorübergehen und schließlich so schlimm werden können, dass es nicht mehr möglich ist, Sport zu treiben.

Ursachen der Kniebeschwerden
Die bedeutendsten Ursachen des Springerknies sind:
- Überbelastung. Diese Überbelastung kann auftreten durch einen zu schnellen Trainingsaufbau, besonders, wenn hierbei viel gesprungen wird.
- Eine falsche Absprungtechnik.
- Das Tragen von Sportschuhen mit schlechter Stoßdämpfung (in Verbindung mit einem harten Untergrund). Bedenken Sie hierbei, dass die meisten Spikes keinerlei Stoßdämpfung haben.

Wie verhindere ich diese Kniebeschwerden?
1) Wärmen Sie sich immer gut auf, wobei Sie den spezifischen Sprungbewegungen (minimal 20-30 Minuten) hinreichend Aufmerksamkeit schenken. Führen Sie danach auf jeden Fall die Dehnübung für die Muskeln an der Vorderseite des Oberschenkels aus, wobei kein Schmerz auftreten darf.
2) Bei einem Athletiktraining werden manchmal wohl Hunderte von (Lauf-) Sprüngen ausgeführt. Sorgen Sie für eine gute Verteilung dieser Sprünge über die gesamte Trainingszeit. Auch Starten von den Startblöcken und Sprinten sind schwer für die Kniesehne. Steigern Sie überdies die Trainingsarbeit während der Saison allmählich. Kurzum: ein guter Trainingsaufbau ist von großer Bedeutung.
3) Tragen Sie Sportschuhe mit einer stoßdämpfenden Sohle und trainieren Sie vorzugsweise nicht auf hartem Untergrund. Tragen Sie nur dann Spikes, wenn Sie ein spezifisches Sprung- oder Sprinttraining ausführen. Kaufen Sie für das Training Spikes mit einer stoßdämpfenden Sohle.
4) Während des Trainings und des Wettkampfs widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit einer richtigen Absprungtechnik beim Springen oder Hürdenlaufen.

Was kann ich tun, wenn ich mir diese Verletzung doch zuziehe?
Wenn die Verletzung sich einmal in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, kann die Heilung sehr lange dauern und schwierig sein. Es ist deshalb sehr wichtig, ganz aufmerksam zu sein bei Beschwerden im ersten Stadium, wie Schmerzen oder Steifheit während des Aufwärmens oder (am Morgen) nach dem Sport. Man kann die folgenden Maßnahmen ergreifen:
1) Ruhe oder Verminderung der Trainingsbelastung, es liegt ja eine Überbelastungsverletzung vor. Hauptsächlich Sprungübungen rufen die Beschwerden hervor.
2) Befolgen Sie alle obenstehenden Tipps zur Vorbeugung. Widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit vor allem dem Aufwärmen.
3) Kühlen Sie auf jeden Fall nach dem Sport die schmerzende Stelle durch Auflegen eines Eisbeutels oder eines Coldpacks oder dadurch dass Sie mit Eiswürfeln – 15 Minuten lang pro Anwendung – über die schmerzende Stelle streichen. Es ist sinnvoll, das Kühlen mehrere Male an einem Tag zu wiederholen. Wenn Sie ein Coldpack oder einen Eisbeutel benutzen, legen Sie dann z.B. ein Geschirrtuch zwischen das Eis und die Haut, um Hautschäden zu verhindern.
4) Führen Sie Muskelkräftigende Übungen aus. Machen Sie diese Übungen zuerst unbelastet, wobei das Knie gestreckt bleibt. Als Beispiel: Spannen Sie sitzend oder liegend die Streckmuskeln des Knies mit gestrecktem Knie an. Wechseln Sie 10-20 Sekunden Anspannen ab mit 10-20 Sekunden Ruhe, wenn möglich jede Stunde 5 Minuten lang (bei Schmerzen die Übung abbrechen). Wenn das gut geht, kann man andere Übungen ausführen, wobei man das Knie aus einer leicht gebogenen Stellung streckt.
5) Die Beschwerden während des Sports können sich zeitweilig verringern, wenn während der Sportausübung ein Stück Klebeband unter der Kniescheibe angebracht wird. Oft hilft dies am besten, wenn das Klebeband genau unter der Kniescheibe angebracht wird; manchmal aber hilft es gerade am besten, wenn das Band genau über der Kniescheibe angebracht wird. Lassen Sie sich hierzu von einem Physiotherapeuten oder Sportarzt beraten. Wenn Sie das Band gerade unter der Kniescheibe anbringen, hüten Sie sich dann vor einem Abklemmen der Blutgefäße (nicht wie einen geschlossenen Kreis anbringen).
6) Um doch in guter Kondition zu bleiben, kann man andere Bewegungsarten wählen, bei denen das Knie nicht zu schwer belastet wird (wie Radfahren mit einem hohen Sattel oder Schwimmen im Kraulstil).
7) Wenn diese Maßnahmen nicht die gewünschten Wirkungen erzielen, gehen Sie dann auf jeden Fall innerhalb von zwei bis vier Wochen zum Hausarzt oder zu einer Sportarztpraxis. Gegebenenfalls kann man Sie vor der Behandlung an einen Physiotherapeuten zur Unterstützung des Heilungsprozesses überweisen.

Beim Zusammenstellen des Textes wurde Gebrauch gemacht vom Text des Verletzungsbulletins des Gelderschen Sportbundes und KNAU.