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Fersensporn / Fasciitis plantaris
Fersensporn / Fasciitis plantaris

Eine viel vorkommende Beschwerde beim Dauerlaufen ist eine harte und schmerzende Stelle unter der Ferse. Dies ist die Stelle, wo eine starke Sehnenplatte, die fascia plantaris, unter dem Fuß befestigt ist. Wenn diese Verbindungsstelle gereizt wird und sich entzündet, wird die Verletzung „Fersensporn“ genannt. Beim Dauerlaufen tritt dieser Fersensporn fast niemals plötzlich auf, sondern die Beschwerden nehmen allmählich zu. Es ist dann auch ein typisches Beispiel für eine Überbelastungsverletzung. Im Anfangsstadium dieser Verletzung handelt es sich nur um eine kräftige und/oder lästige Schmerzempfindung (am Morgen) nach einer schweren Anstrengung oder wenn mit bloßen Füßen auf einem harten Untergrund gelaufen wird. Die Verbindungsstelle schmerzt insbesondere, wenn darauf gedrückt wird. Wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, treten Schmerzbeschwerden auch zu Beginn der Anstrengung auf. Diese Beschwerden verschwinden am Anfang noch während des Aufwärmens, aber kehren nach Beendigung der Sportausübungen zurück. Wenn dennoch weiter Sport getrieben wird, werden die Schmerzbeschwerden noch mehr zunehmen und wird Dauerlaufen nicht mehr (gut) möglich sein. Die Heilung des Fersensporns wird Monate dauern.

Ursachen des Fersensporns:
Meistens ist ein Zusammenspiel von Faktoren verantwortlich für das Entstehen einer Überbelastungsverletzung, was ein Fersensporn ja ist. Die Sehnenplatte wird nur mäßig durchblutet, wodurch die Genesung nach Überbelastung nur langsam verläuft. Überbelastung wird besonders hervorgerufen durch:
- Nicht (oder unzureichend) ausgeführtes Aufwärmen.
- Verkürzte oder steife Muskeln. Dies tritt eher auf, wenn die Dehnungsübungen nicht (oder nicht richtig) ausgeführt werden. Beim Verhüten dieser Verletzung sind hauptsächlich die Dehnungsübungen für die Wadenmuskeln wichtig.
- In einer kurzen Zeit zu viel, zu oft und zu schnell dauerlaufen. Besonders Bergtraining ist nachteilig.
- Laufen auf hartem Untergrund wie Asphalt oder Beton.
- Tragen von Schuhen, die unzureichend die Stöße des Aufsetzens aufnehmen und/oder, was die Stützung betrifft, nicht an die Fußform angepasst sind.
- Leichte Standabweichungen der Unterschenkel oder der Füße (z.b. Hohlfüße oder eben Knick-Plattfüße)
- Ein Beinlängeunterschied.
- Übergewicht; „zu schwer sein“.
- Nicht oder unzureichend ausgeführtes Entspannen und Abkühlen.

Wie beuge ich dem Fersensporn vor?
Beginnen Sie immer mit einem guten Aufwärmen. Laufen Sie sich 5-10 Minuten ruhig ein und führen Sie dann auf jeden Fall die folgenden Dehnungsübungen aus. Achten Sie gut auf die angegebene Ausgangshaltung und die Weise (nicht federnd), auf welche die Dehnungsübungen ausgeführt werden müssen. Beim Ausführen der Dehnungsübungen dürfen keine Schmerzen auftreten. Halten Sie die Dehnungsübung etwa 1,5 – 2 Sekunden durch und wiederholen Sie die Übungen zwei – bis dreimal pro Bein.
- Sorgen Sie insbesondere für einen guten Trainingsaufbau. Steigern Sie das Tempo äußerst allmählich. Seien Sie vorsichtig mit Bergtraining. Bei Veränderung der Trainingsbelastung passt die Belastbarkeit der Sehne sich nur langsam an. Auch nach einer Verletzung oder Krankheit muss das Training wieder (sehr) allmählich bis zum alten Stand gesteigert werden.
- Schenken Sie im Training muskelkräftigenden Übungen für die Fuß- und Wadenmuskeln Beachtung. Für die Fußmuskeln ist es am einfachsten, ein Handtuch auf dem Fußboden auszubreiten und dieses mit den Zehen unter den Fuß zu „ziehen“. Wenn dies zu leicht geht, kann man die Übung erschweren, indem man ein Gewicht auf das Ende legt. Die Wadenmuskeln trainiert man, indem man sich, mit den Zehen, auf einen Rand (Treppenstufe) stellt und sich dann, ruhig, wechselnd mit den Hacken nach oben und nach unten bewegt. Sorgen Sie für einen rauen Untergrund, damit Sie nicht von Rand abgleiten.
- Laufen Sie so viel wie möglich auf weichem Untergrund (Wald, Gras).
- Tragen Sie gut passende Laufschuhe mit einer stoßdämpfenden Sohle und einer stabilen Fersenstütze. Wenn (leichte) Fußfehler vorliegen (z.B. Knick-Plattfüße) muss darauf beim Kauf von Sportschuhen Rücksicht genommen werden. So sind Schuhe mit einem Antipronationskeil zu empfehlen, wenn die Füße beim Abrollen zu viel nach innen wegsacken. Ein gutes Sportspezialgeschäft kann bei der Anschaffung der richtigen Sportschuhe beraten. Manchmal ist es notwendig, bei Fußfehlern oder bei unterschiedlicher Beinlänge besondere Anpassungen in oder unter den Laufschuhen anfertigen zu lassen. Diese müssen dann schon von einem Orthopädieschuhmacher nach Maß gefertigt werden.
- Beenden Sie das Training stets mit Entspannung und Abkühlung. Dies besteht aus wenigen Minuten ruhigem Auslaufen und auf jeden Fall der Ausführung der beschriebenen Dehnübungen.
- Wenn der Körperfettanteil zu hoch ist, kann „abnehmen“ sicher dazu beitragen, dass diese Überbelastungsverletzung nicht (so schnell) entsteht.

Was kann ich tun, wenn der Fersensporn doch entstanden ist?
- Führen Sie auf jeden Fall alle obengenannten Verhütungstipps aus. Hören Sie auf die „Alarmsignale“ des Körpers. Sorgen Sie dafür, dass beginnende Beschwerden sich nicht verschlimmern, indem Sie das Training vermindern oder einstellen.
- Passen Sie das Training an, vermindern Sie die Belastung oder suchen Sie andere Bewegungsformen wie Radfahren oder Aquajoggen.
- Wenn die Verletzung sich im Anfangsstadium befindet, kühlen Sie die schmerzende Stelle dann unmittelbar nach dem Training etwa 15 bis 20 Minuten mit Eis. Auch wenn die Verletzung länger besteht, empfiehlt es sich, die schmerzende Stelle mehrmals am Tag zu kühlen.
- Führen Sie mehrere Male pro Tag die beschriebenen Dehnübungen aus.
- Wenn die obengenannten Maßnahmen nicht die gewünschte Wirkung zeigen, gehen Sie dann innerhalb von zwei bis vier Wochen zum Hausarzt oder (gegebenenfalls nach Rücksprache mit diesem) zu einer Sportarztpraxis. Diese kann beurteilen, ob z.B. physiotherapeutische Behandlung für Sie sinnvoll ist.


Bearbeitung des Verletzungsbulletins KNAU